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Landwirtschaftliches Familien Schulbildungszentrum
Die Landwirtschaftsschule wurde am 11. Januar 1992 in Curuguaty (286 km von Asunción) eröffnet. Die Schule wurde von P. Pedro Segovia Brítez (Steyler Missionar aus Paraguay) mit dem Ziel die Pastoralen Aufgaben der Pfarrei zu unterstützen, jungen Menschen die Möglichkeit einer Schulausbildung zu eröffnen und den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, gegründet. Heute leben 82 Schüler im Internat des Zentrums und besuchen gleichzeitig die Landwirtschaftlichen Fächer und Praktiken, sowie alle Fächer der siebten, achten und neunten Primarschulklassen. Die Schüler stammen aus Familien mit durchschnittlich 6-9 Kindern. Augenblicklich können nur Knaben aufgenommen werden, da es an Wohngelegenheit fehlt. Allerdings werden jedes Jahr einige Treffen speziell für die Schwestern und Mütter der Schüler durchgeführt. Durchschnittlich besitzen die Eltern der Schüler zwischen 10 und 30 Hektaren Land. Die Schüler bezahlen kein Schulgeld. Landwirtschaftliches Familien Schulbildungszentrum Die Landwirtschaftsschule wurde am 11. Januar 1992 in Curuguaty (286 km von Asunción) eröffnet. Die Schule wurde von P. Pedro Segovia Brítez (Steyler Missionar aus Paraguay) mit dem Ziel die Pastoralen Aufgaben der Pfarrei zu unterstützen, Jungen Menschen die Möglichkeit einer Schulausbildung zu eröffnen und den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, gegründet. Heute leben 82 Schüler im Internat des Zentrums und besuchen gleichzeitig die Landwirtschaftlichen Fächer und Praktiken, sowie alle Fächer der siebten, achten und neunten Primarschulklassen. Die Schüler stammen aus Familien mit durchschnittlich 6-9 Kindern. Auganblicklich können nur Knaben aufgenommen werden, da es an Wohngelegenheit fehlt. Allerdings werden jedes Jahr einige Treffen speziel für die Schwestern und Mütter der Schüler durchgeführt. Durchschnittlich besitzen die Eltern der Schüler zwischen 10 und 30 Hektaren Land. Leider nimmt die Zahl der Mütter und Schwestern die in Argentinien oder neu in Spanien leben rasch zu. Die Schüler bezahlen kein Schulgeld. SITUATION DER PFARREI SAN ISIDRO LABRADOR Die Pfarrei San Isidro setzt sich aus über 130 Kappellen in Zonen von etwa 10 – 15 Dorfgemeinschaften zusammen. Alle Strassenverbindungen zu diesen Orten sind nur über Feldwege mit bis über 100 km. Entfernung vom Zentrum zusammen. Die Pfarrei hat eine Befölkerung von etwas über 90000 Einwohnern. Nach wie vor sind praktisch alle Einwohner in der Landwirtschaft tätig. PASTORALE HERAUSFORDERUNGEN Seit 1990 nimmt der Sojabohnenanbau in Paraguay kräftig zu. Die Gegend von Curuguaty zählte damals als nicht geeignet für den Anbau dieser Pflanze. Trotzdem gab es bereits damals grosse Einflüsse auf diese Gebiet. Paraguaysche Bauern verkauften nähmich Ihr Land in anderen “Fruchtbaren” Gebieten Paraguays an Brasilianische Einwanderer und zogen in die noch kaum bewohnten Gebiete des Niedrigen Canindeyu’s. Grosse Urwaldgebiete wurden gefällt. Auch Viehzüchter verkauften oder verpachteten ihr Land in Alto Paraná oder Itapua und brachten ihre Viehherden in Gebiete die bis dahin praktisch unberührt waren. Rasch nahm die Einwohnerzahl dieses Gebietes zu. Nach und nach wich der Urwald Feldern und Wiesen obschon jederman weiss, wie zerbrechlich dieses Gebiet ist. Der sandige Bodenwird bei den starken Regenfällen im Hügligen Gebiet von Curuguaty sehr stark beeinflusst. Erosierte Felder, Ausgetrocknete Quellen, ausgelaugte verarmte Böden usw. sind die Folgen. Seit dem Jahre 1998 nimmt der Sojaanbau in Paraguay nochmals kräftig zu. Mit der Entdeckung der Gentechnisch Veränderten Sojabohne und dem Einsatz von Glifosato (Rand Up) einem Unkraufvertilgungsmittel, kann Soja praktisch 100% mechanisch angebaut werden. Somit wird nun auch das Gebiet vom Unteren Canindeyu für den Sojaanbau interresant. Nach und nach verkaufen kleine Bauern ihr Land und ziehen in die Stadt, denn inzwischen gibt es auch in Paraguay kein “Niemandsland”mehr. Doch dort gibt es weder Arbeit noch Zukunft. Diebstahl, Angst und Hunger nehmen Tag für Tag zu. Die Sojabohnenernte aber wird praktisch komplet exportiert. In den Gemeinschaften fehlt es an Schulen und Spitälern, die Strassenverbindungen sind schlecht und so hoffen viele ihr Glück in der Stadt zu finden. Nur wenigen ist dieses Glück vorbehalten, vorallem auch deshalb, weil die Schulbildung in den Gemeinscchaften sehr schwach ist und viele Bauern analfabehten sind. Die Pastorale Linie der Pfarrei San Isidro Labrador versucht seit Jahren den Wert des “Landes als Ort der Kultur” zu verkünden und den Menschen zu helfen ihren Landbesitz richtig einzusetzen und vielseitig zu bearbeiten. ZIELE DER CEFA CEFA will der aktuellen Situation Antwort geben und eine Schule sein die technische Kenntnisse für den Alltäglichen Bedarf auf den Feldern anbietet, sowie den Schülern zu helfen, ihre angeeigneten Kentnisse wiederum in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen. Ziel der CEFA ist es den Jungen Menschen zu helfen aktiv zu werden und in Gemeinschaft arbeiten zu können. CEFA versucht eine ekologische Landwirtschaft zu betreiben, derer Grundlage die Anwendung von Gründüngung, Saatwechsel, Gemeinschaft verschiedener Pflanzen und Mindestbearbeitung (Labranza minima) ist. Da der Einsatz von Maschienen kostspielig ist und für arme Bauern nicht in Betracht genommen werden kann, (Ankauf, Unterhalt, Treibstoffkosten usw.) wird versucht Alternativen zu finden die es ermöglichen mit einfachen Hilfsmitteln mehr Ertrag zu erhalten, um so den Familien ein Einkommen zu ermöglichen, dass eine würdige Lebensgrundlage erlaubt. (Johannes. 10,10b “Ich bin gekommen damit ihr das Leben habt und es in Fülle habt ). CEFA versucht ebenfalls der Landwirtschaftlichen Befölkerung eine Christliche Schulausbildung zu gegen die beitragen soll, die verschiedenen Gemeinschaften zu stärken. Ziel der Schule ist es den Schülern die Wichtigkeit des Zusammenarbeitens in allen Bereichen zu zeigen und als Weg in eine bessere Zukunft vorzustellen. Nur wer organisiert ist, kann seine Produkte mit gerechten Preisen vermarkten. Viele der Schüler sind Kinder von Mitgliedern oder Leitern der Kappellen und Kooperativen der Umgebung. SCHULSYSTEM Die Schüler leben 3 Wochen pro Monat im Internat und wärend einer Woche in Ihren Gemeinschaften, wo sie Projekte mit der Familie (7 und 8 Klasse) und der Gemeinschaft (9 Klasse) durchführen. TAGESABLAUF 5.00 Uhr Aufstehen 5.15 Uhr Studium 6.00 Uhr Gemeinsames Morgengebet 6.20 Uhr Gesang des Nationalhymus, Organisation des Tages 6.30 Uhr Frühstück 7.00 Uhr Arbeit in den verschiedenen Bereichen (Gruppen von 6 – 9 Schülern und einer Begleitperson) 9.45 Uhr Pause 10.00 Uhr Unterricht im Schulzimmer 12.00 Uhr Mittagsessen 13.30 Uhr Untericht im Schulzimmer 15.00 Uhr Arbeit in den verschiedenen Bereichen 17.00 Uhr Sport und Freizeit 18.00 Uhr Unterricht im Schulzimmer 20.10 Uhr Machtessen, Freizeit 21.30 Uhr Nachtruhe KLIMATISCHE LAGE Curuguaty ist hügelig und die Erde ist sandig mit Basaltmischung. Das Klima ist feucht und warm. In den Monaten Januar, März und Oktober regnet es häufiger und in den Monaten Juni und Juli sind Regenfälle seltener. Ausserdem sind diese beiden Monate kalt (Winter in Paragauy) und die Temperatur kann bis ein oder zwei Grad unter die Nullgradgrenze fallen. Der Durchschnittliche Regenfall ist bei 1500 – 1700 Mililiter pro Jahr. Die Gegend wird von den Flüssen Jejui, Curugaty und Corriente bewässert. ZUSAMMENARBEIT MIT ANDEREN ORGANISATIONEN CEFA arbeitet mit 8 Landwirtschaftlichen Genossenschaften, den Organisationen Fe y Alegría und MPDL (Movimiento para la Paz el Desarrme y la Liberación), der Gründung Moises Bertoni und mehreren Jugendgruppen zusammen. Ebenso wird versucht eine gute Verbindung mit dem Landwirtschaftlichen Ministerium in Asuncion, der Stadtvervaltung von Curuguaty und der Gobernación von Canindeyu zu führen. Ausserdem nimmt CEFA an allen Anlässen der Pfarrei tatktäftig teil. Augenblicklich wird ein wöchentliches Radioprogramm im Gemeinschaftsradiosender geplant. CEFA IN ZAHLEN CEFA besitzt 110 hectaren Land das für den Anbau von Lebensmitteln , der Viehzucht und als Landwirtschaftliche Reseve eingesetzt wird. Die Aufgaben sind wie folgt aufgeteilt: Gemüsegarten, Baumschule Viehzucht (Kühe, Schweine, Hühner, Enten, Gänse und Kaninchen) Agrarproduktion Gras und Futterproduktion Naturreserven (Yerba Matetee, Kaffee, Bienen, Wald) Schreinerei Ausserdem arbeiten die Schüler abwechslungsweise im Hausputz und als Hilfe in der Küche mit. GEMÜSEGARTEN – BAUMSCHULE In diesem Bereich wird versucht Gemüse für den Eigenbedarf anzupflanzen (dies ist leider im Augenblick noch nicht ganzjährig möglich) In der neuen noch sehr bescheidendn Baumschule werden Yerbateepflanzen , Zitrusfrüchte und einheimische Baumarten angepflanzt. VIEHZUCHT CEFA verfügt über 10 Milchkühe (Bos Taurus/Bos Indius – Holanda/Cebu) und 32 Kühe (Bos Indius - Cebu) für den internen Fleischbedarf. Die Schüler lernen den Umgang mit den Tieren und dessen Gesundheitlichen Ansprüche (Impfungen, Kastrierung und Geburtenhilfe). Das Ziel der Kleintierzucht ist vorallem den Kleinbauern zu zeigen wie wichtig und sinnvoll es ist sowohl für die Nahrungsmittelproduktion seiner eigenen Familie, sowie für den Verkauf auf den von den Produktoren organisierten Märkten ist. Fleisch, Milch und Eier auf natürliche Base erzeugt sind stehts gefragt und beliebt. NATURRESERVEN Ein wichtiger Grundsatz der Ausbildung in Cefa ist es den jungen Bauern zu zeigen, wie wichtig es ist Naturreserven zu bewaren und geziehlt zu benützen, ohne sie zu zerstören. Etwa die Hälfte des Grundstückes der Schule ist deshalb nach wie vor dem Urwald, Sumpfgebieten und Natrurreserven gelassen. Zwar werden im Urwald Bienenkässten aufgestellt, Bananen, Mateteebäume, Kaffee, Ananas usw. Angepflanzt aber steht’s an Stellen die keine Negativen Folgen mit sich bringen und die natürliche Reserven kräftigen können. Wichtig ist es den Schülern zeigen zu können, wie wertvoll ein Urwald sein kann. Er dient als Drogerie, (Naturheilmittel aller Art) “Do it yor self” – Geschäft (Bambus, Holz, Stroh, Erde usw.) und als Schattenspender und den Anbau von Früchten und Yerbatee. Ausserdem ist der Urwaldhonig sehr schmackhaft und sogar auf dem einheimischen Markt zu guten Preisen verkaufbar. Er kann leicht transportiert werden und problemlos lange gelagert werden. AGRARPRODUKTION CEFA produziert; fünf Maissorten (Avati moroti, pichinga, locro, tupi und Avati mita’i) verschiedene Bohnenarten (Poroto San Francisco, Pyta’i, Manteca, habillia, Mukuna, Soja und Kumanda yvyra’i Mandioka Sonnenblumen Hafer Sorgo Sesam Erdnüsse Kürbis Melonen (Wasser- und Honigmelonen) Alle Pflanzungen werden mit natürlichen Metoden behandelt ohne den Einsatz von Chemischen Mitteln. GRAS- UND FUTTERPRODUKTION Damit natürliche Weideflächen den erhofften Dienst leisten können, müssen sie betreut werden, störende Unkräuter müssen entfernt werden und es muss darauf geachtet werden möglichst zur idealen Zeit bestimmte Felder für die Grassung frei zu geben. Kleinbauen in Paraguay lassen ihr Vieh oft zulange auf derselben Weidefläche oder teilen diese gar nicht in mehrere Weiden auf. SCHREINEREI In der Schreinerei werden Bienenkässten und einfache Möbel hergestellt. Ein weiteres Ziel der Schreinerei ist es die Gebäude und Möbel der Schule instand zu halten. WIE WIRD CEFA FINANZIERT? CEFA erhält eine Unterstützung des Paraguayschen Landwirtschaftsministerium’s in der Höhe von etwa 3000 U$ Dollar pro Monat. Allerdings wird dieser Betrag seit Jahren kleiner. Der Fehlende teil muss auf den Feldern produziert werden. SCHWIERIGKEITEN Die Ueberweisungen der Bewilligten Beträge, über das Finanzamt, sind sehr bürokratisch, müssen in der Hauptstadt durchgeführt werden und werden oft mit einigen Monaten Verspähtung überwiesen. Derzeit arbeiten in CEFA 10 Festangestellte 1 Ing. Agronomo 2 Tekniker 1 Schreiner 2 Bauern 2 Köchinnen 1 Internatsleiter 1 Nachtwächter Ausserdem unterrichten vier Lehrerinnnen und zwei Lehrer in den verschieden Fächern. Diese Fachkräfte werden nach Stunden bezahlt, je nach Fach und anzahl. Der vom Paraguayschen Staat beigetragene Betrag reicht somit nur für die Bezahlung der Gehälter aus, Verbesserungen an den Gebäuden, Versuche auf den Feldern, Vergrösserung der Produktiven Bereiche, müssen deshalb oft warten. Die Schüler bezahlen kein Schulgeld, arbeiten aber Täglich 4 Stunden in einem der Bereiche. AUS FINANZIELEN GRÜNDEN UNTERBROCHEN Begleitung der Schüler in ihren Gemeinschaften Wegen der der finanzielen Schwierigkeiten werden die Schüler wärend deren Aufenthaltes ind den Familien und Gemeinschaften nicht begleitet. Ursprünglich war einer der Techniker damit beauftragt die Schüler in Ihren Familien zu begleiten und ihre Projekte auszuwerten beziehungsweise Ratschläge zu geben. Der hohe Benzinpreis und die Lohnkosten haben diese Dienstleistung momentan unterbrochen. Tierzucht Damit die Milch- und Fleischproduktion verbessert werden kann und durch den Verkauf dieser Produktion Einnahmen für das Zentrum gemacht werden können, müssen verschiende Äenderungen durchgeführt werden die Ausgaben mit sich bringen. Der Melkstand ist unhygienisch und die für die Milchproduktion eingesetzten Kühe müssen nach und nach ersetzt oder die Zucht durch einen neuen Stier verbessert werden. Im Bereich der Fleischproduktion sind ebenfalls änderungen geplant die aus finanziellen Gründen nicht durchgeführt werden können. Zum Beispiel Diversifizierung nach Altersgruppen (Desmamantes, Novillos, Vaquillas en servicio), denn jede dieser Gruppen benötigt spezielle Pflege und Nahrungsmittel. Die Kleintieranlagen (Schweine und Hühnerstall) sind klein und sehr ungünstig zu reinigen, es müssen dringend Gebäude gebaut werden die leichter gereinigt werden können und so mehr Gesundheit für Tier und Schüler bringen. Dabei ist besonders wichtig den hohen Temperaturen in Paraguay ein Gegengewicht zu verschaffen. Besonders in der Schweinezucht sind die hohen Temperaturen nachtträglich. Gemüsegarten Damit das ganze Jahr Gemüse angebaut werden kann, benötigt man hier in Paraguay eines Schattennetzes. Dieses Netz spendet bis zu 50% Schatten und hilft mit den Boden nicht so schnell austrocken zu lassen. Internat Die Schlafsäale der Schüler benötigen dringend eines neuen Bodens. Da in jedem Schlafsaal zwischen 20 und 30 Burschen leben ist es wichtig den Raum leicht reinigen zu können. Augenblicklich sind alle Schlafräume mit einer Betonlage versehen, doch diese ist an vielen Stellen aufgebrochen und somit sehr schwer zu reinigen. Ziel ist es Fliesen einzulegen. Industrialisierung Damit CEFA unabhängiger wird von den Unterstützungen des Paraguayschen Staates und und als Schule mit Internat überleben kann, muss die Produktion grösser werden und teile der Produkte auf dem Markt verkauft werden. Um dieses Ziel Verwirklichen zu können muss eine Lagermöglichkeit geschaft werden. Ausserdem fehlt es an einigen einfachen Geräten und Maschienen die eine Verarbeitung der Produkte ermöglichen. |



